Powern statt Pulvern

Wenn du mal ehrlich bist, kennst du Freunde, Bekannte oder Kollegen, die mit der Einnahme von Pulvern und Pillen und der Ernährung nach Diätplänen dauerhaft abgenommen, und ihr Wunschgewicht gehalten haben? Es mag ja die eine oder andere Erfolgsgeschichte geben, in der ein über viele Jahre mit Übergewicht geplagter Mitmensch endlich mithilfe einer solchen Pille sein Ziel erreicht hat. Wahrscheinlich hat ihm sein unerschütterlicher Glaube daran geholfen, oder es war der Placebo-Effect, den man ja nie unterschätzen sollte. In den meisten Fällen wird durch deren Einnahme nur der Urin veredelt, und die Konten der Hersteller und Händler gefüllt. Ebenso verhält es sich mit Nahrungsergänzungsmitteln. Abgesehen von körperlich schwer arbeitenden Menschen und Leistungssportlern, die täglich 4000kcal und mehr verbrauchen, und Menschen die krankheitsbedingt Nährstoffe hinzufügen müssen, benötigt niemand für eine ausgewogene Energie- und Nährstoffbilanz Vitamine und Proteine in Form von Pillen und Pulvern. Dennoch wird in Deutschland und weltweit mit der Angst der Menschen vor Mangelernährung gutes Geld verdient. Entsprechend groß ist der Markt an Pillen und Pulvern, die einem eine gesunde Ernährung und das Idealgewicht versprechen.

Vielleicht bin ich ja mit außergewöhnlich guten Genen ausgestattet, jedenfalls hab ich, mit Ausnahme von Magnesiumtabletten noch nie irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel gebraucht. Und erst recht keine Mittel zur Gewichtskontrolle. Ich hatte damals immer wiederkehrende Wadenkrämpfe während des Rennrad-Trainings bei hohen Temperaturen. Bei großer Hitze und hoher körperlicher Belastung kann es vorübergehend zu einer Unterversorgung mit dem Spurenelement Magnesium kommen, der dann umgehend ausgeglichen werden muss. Solchen Notsituationen kann man allerdings mit entsprechender Ernährung vorbeugen. Diese Mg-Tabletten haben mir damals geholfen, mein Training fortzusetzen. Heute weiß ich, dass in zahlreichen Lebensmitteln Magnesium in ausrechender Menge zur Verfügung steht:

  • Brokkoli
  • Vollkornbrot
  • Naturreis
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Kartoffeln
  • Sonnenblumenkerne

Der unter Radsportlern bekannteste Magnesiumlieferant, die Banane, fehlt in dieser Auflistung. Heute begebe ich mich nie mehr ohne Banane in meiner Trikottasche auf meine Trainingsrunde. Ganz wichtig ist außerdem die ausreichende Zuführung von Wasser, um die Viskosität niedrig zu halten, und den Transport von Vitaminen und Mineralstoffen zu gewährleisten.

Und immer gilt: Bewegen – Bewegen – Bewegen!

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