Das Märchen vom Bösen Fett

Die Wahrheit

Es ist ähnlich wie beim Märchen vom Bösen Wolf. Lange Zeit verkannt und missverstanden. Jahrhunderte wurde Kindern eingeimpft ihm aus dem Weg zu gehen. Kaum jemand bemühte sich auch nur, gute Seiten in ihm zu sehen. Erst allmählich erkennen wir, dass der Wolf wichtig ist für das natürliche Gleichgewicht in der Wildnis. Ähnlich verhält es sich mit dem Fett. Es ist ungesund, macht träge, verstopft die Blutgefäße und verkürzt das Leben. Das mag alles mehr oder weniger zutreffen, wenn du dich nicht bewegst, und stattdessen den halben Tag am Schreibtisch im Sitzen, und die andere Hälfte auf der Couch verbringst. Vor nicht allzu langer Zeit musste ein Großteil des arbeitenden Volkes noch hart schuften. Dabei setzten sie eine Menge Energie, also Kalorien frei, die durch fettreiche Nahrung wieder ersetzt werden musste. Unsere Vorfahren waren hauptsächlich Jäger und Sammler und Bauern. Ohne körperliche Anstrengung kamen sie erst gar nicht zu ihrer Nahrung. Als Vorsorge für karge Zeiten, bedingt durch ungünstige Wettereinflüsse, oder wenn die Jagd nicht zum Erfolg führte, war es überlebenswichtig sich einen Vorrat anzulegen, bzw. anzufressen. Möglichst fettreich, weil Fett von allen Mikronährstoffen in der Nahrung mit 910kcal/ 100g die größte Energiedichte besitzt. Daneben erfüllt Fett wichtige Aufgaben in unserem Körper, indem es die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aufnimmt und weiter transportiert. Last but not least ist das Fett ein unverzichtbarer Geschmacksträger in Lebensmitteln, schützt die Organe und wärmt durch eine Fettschicht unter der Haut unseren Körper.

Die Menge ist entscheidend

Der Gesamtkalorienbedarf bestimmt den Tagesbedarf, also wieviel Fett wir täglich zu uns nehmen sollten oder dürfen. Er unterscheidet sich nach Aktivität, Alter, Gewicht, Geschlecht und Außentemperatur. Man kann davon ausgehen, dass annähernd 25-30% des Kalorienbedarfs durch Fett gedeckt werden. Viele Verbraucher halten das Fett immer noch generell für schädlich, und streichen es daher aus ihrem Speiseplan. Es gibt tatsächlich schädliche Fette. Darum wird unterschieden zwischen gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren werden als gesundheitsschädlich eingestuft, dagegen wirken die ungesättigten, und besonders die mehrfach ungesättigten Fettsäuren gesundheitsfördernd. Es ist also von besonderer Bedeutung, welche Sorte von Fett wir verzehren.

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